Auf dem ehemaligen Fairway- oder Selighofgelände in Baden-Baden soll ein 5-Sterne-Golf-Hotel entstehen. Es könnte allerdings Konflikpotential mit der vorhandenen Wohnbebauung geben, und deshalb wird sich am Montag der Gemeinderat noch einmal mit dem Thema beschäftigen.
Jetzt ist es amtlich: 23 Millionen Defizit hat das Klinikum Mittelbaden im Jahr 2025 gemacht. Geschäftsführung und Aufsichtsrat ist dies allerdings nicht anzukreiden, sondern die Schulden sind systembedingt. Dennoch stellt sich die Frage, wie es weitergehen wird, und in welchem Umfang das neue Zentralklinikum unter solchen Umständen überhaupt geplant wird. Fragen, die gestern im "Hauptausschuss" unbeantwortet blieben, weil dieses Thema streng geheim sind. So streng geheim, dass die Aufsichtsräte aus dem Gemeinderat nicht mal ihren Fraktionskollegen Auskunft geben dürfen.
Das wird teuer! Die große Drüsenameise ist auch in Richtung Baden-Baden unterwegs, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es erste Sichtungen geben wird. Sie dringt in Massen in Häuser und Infrastruktur ein, Strom- und Internetausfälle wären die Folge. Hausmittel helfen nicht. Was tun? Das wird ein Thema der Gemeinderatssitzung am kommenden Montag, 27. Juli, sein. Es geht um viel Geld.
Nicht verkaufte Theatertickets sollen nach dem Wunsch der Grünen künftig eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn kostenlos an Schüler, Studenten, Auszubildende und Freiwilligendienst-Leistende abgegeben werden. Der Gemeinderat wird sich kommenden Montag (29. Juli) mit diesem Antrag befassen, bzw. soll ihn zur Weiterbearbeitung in den zuständigen Kultur-, Sport- und Schulausschuss verweisen. Ich frage mich, ob man den Personenkreis noch etwas erweitern könnte.
Nach dem Stammtisch mit Oberbürgermeister Jung kommt nun die nächste Stufe der versprochenen Bürgernähe: Am 29. September soll es eine Einwohnerversammlung geben, samt Livestream. "Hauptausschuss" und Gemeinderat liegt ein entsprechender Beschlussvorschlag vor; es ist davon auszugehen, dass dem stattgegeben wird. Dazu können im Vorfeld Themenvorschläge eingereicht werden. Kostenfrei ist das Vorhaben allerdings nicht.
Die
fetten Jahre sind auch beim SWR Baden-Baden vorbei. Sparen ist
angesagt, aber wie? Darüber hat Direktorin Anke Mai gestern den
Kultur-und Bildungsausschuss des Gemeinderats aufgeklärt. Kurz gesagt
setzt der SWR Baden-Baden auf Eventing (das New-Pop-Fastival ist und
bleibt DAS Aushängeschild) und auf das Audio-Format. Podcasts und
digitale Wissensvermittlung sind die Zukunft. Das lineare Fernsehen ist
ziemlich "out", und so wundert es nicht, dass bekannte, aufwendige
TV-Produktionen nun an Fremdfirmen ausgelagert werden. Betriebsbedingte
Kündigungen wird es nicht geben, allerdings eine Ausdünnung nach dem
Fluktuationsprinzip, an allen drei Standorten gleichermaßen. Was mit
sanierungsbedürftigen Studios geschieht, wird bis Ende des Jahres
entschieden.
Zeitungsleser wissen mehr. Also habe ich mich heute mal im Badischen Tagblatt bedient, in dem Nico Fricke ein kniffliges Thema aus dem Bauausschuss aufbereitet hat, nämlich den Bau-Turbo. Wer es also genauer wissen will, der möge dort nachlesen. Zusammengefasst soll es demnächst für Bauherren auch in Baden-Baden einfacher sein, ein Dachgeschoss aufzustocken oder in zweiter Reihe zu bauen. Wenn die Baubehörde nicht innerhalb von drei Monaten auf einen derartigen Bauantrag reagiert, gilt die Zustimmung als erteilt. Aber nur in den Stadtteilen und unter gewissen Auflagen: