Wie schade! Die Kulturloge hat sich - sehr leise - aufgelöst. Eine schlechte Nachricht für Menschen, die sich Kultur nicht leisten können. Ich habe nach den Gründen gefragt. Denn eigentlich war der Verein sehr optimistisch und hat seit seiner Gründung im Jahr 2013 zahlreiche Gäste mit Freikarten für Theater und Konzerte beglücken können.
Das Klinikum Mittelbaden war unter anderem Thema bei der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, die Oberbürgermeister Thomas Jung zu Gast hatte. Eine missverständliche Formulierung im BT-Artikel über diese Veranstaltung hat mich heute morgen regelrecht aufgeschreckt, sie wurde inzwischen jedoch online berichtigt. Ich vermute, dass uns das Thema Klinikum im Herbst richtig beschäftigen wird. Die Häuser in Balg und Rastatt müssen ja noch lange zur Grundversorgung erhalten bleiben, was sehr viel Geld kostet, und der Neubau eines Zentralklinikums könnte angesichts leerer Kassen vielleicht ebenfalls nochmals thematisiert werden. Das deutete sich ja schon im Sommer an. - Ich bin gespannt, ob es das Thema auf die "short-list" der Einwohnerversammlung schafft. Noch bis zum 13. September kann auf der Webseite der Stadt darüber abgestimmt werden.
Nächste Woche eröffnet, pünktlich zum Schuljahresbeginn, das Schülercafé "Lehrerzimmer" in der alten Polizeidirektion. Das prächtige Gebäude fungierte übrigens ursprünglich als Amtshaus für die großherzoglichen Ministerien. Nun hat Peter Löw vom European Heritage das Gebäude gekauft und hergerichtet und dem Jungunternehmer Maksim Enderle ein Jahr nach dessen Abitur das Erdgeschoss im rechten Flügel für ein Schülercafé überlassen. Beide, Löw und Enderle, sind Mitglieder der Schülerverbindung "Frankonia", die seit einem Jahr im Untergeschoss des Cafés seine "Kneiptafel" hat - auch eingerichtet vom Kurator Löw. OB Thomas Jung ist Schirmherr des Cafés und zeigt damit wieder einmal, wie sehr ihm die Jugend in der Stadt am Herzen liegt. Für den November plant er eine Veranstaltung zusammen mit dem Jugendforum zur Frage: "Was fehlt der Jugend in Baden-Baden".
Wie das BT heute online berichtet, gibt es einen neuen Vorstoß von Freien Wählern und Grünen, das Thema Segelflugplatz nochmals auf den Tisch zu bringen. Eigentlich hatte der Gemeinderat im letzten November mit nur einer Stimme Mehrheit dafür gestimmt, das Areal für weitere 25 Jahre den Segelfliegern zu überlassen - mit einer Ausstiegsklausel. Nur einen Monat später forderte aber die Haushalts-Expertenkommission, das 32 ha große Gelände als Gewerbegebiet umzuwandeln. Es liegt aber in unserem Trinkwassergebiet. OB Jung will nun im Spätherbst ein neues, drittes, letztes Gutachten einholen, ob und wie man das Gelände grundsäzlich nutzen könnte.
Ein Symbol für die Unsterblichkeit - oder anders ausgedrückt: Totgesagte leben ewig: Der morsche Ur-Stamm der Hängebuche in der Lichtentaler Allee wurde gestern liebevoll zur letzten Ruhe gebettet, aber rundherum lebt er weiter und hat bereits einen kleinen Wald aus sich selbst heraus gebildet. Keine Ableger, keine Töchterbäume, sondern die Aus-Wüchse seiner selbst. Ein kleines Naturwunder. Ich gebe euch hier auch ein paar Fakten zum Gartenamt Baden-Baden mit seinem enthusiastischen Leiter Markus Brunsing.
Frischer Wind am Theater Baden-Baden! Der neue Intendant Simon Meienreis wird in der Stadt für Diskussionen sorgen mit seinem innovativen Programm. Allein die neue Webseite ist - erst mal gewöhnungsbedürftig. Und dann gleich zu Beginn der Saison der Paukenschlag mit "Mutter Courage" - ein Spielverbot dieses Stücks wie 1962 wird es allerdings unter OB Thomas Jung nicht und niemals geben.
Gestern gab es im Casino den großen Empfang zur Großen Rennwoche in Baden-Baden, die heute beginnt. 50.000 Zuschauer werden erwartet, 1,5 Millionen Euro Preisgelder sind im Spiel. Aber eine Gewinnchance wie 1858 wird es nie wieder geben: Damals, zur Eröffnung der Rennbahn in Iffezheim, war nämlich nur ein einziges Pferd am Start... Die Quote wird also unterirdisch gewesen sein. Ich erkläre heute die Betreiberstruktur der Pferderennen vom Beginn bis heute.