Mittwoch, 4. Februar 2026

OB-Wahlkampf: Das Karussell dreht sich

  

Ein Kandidat sagt ab, und

ein weiterer kommt dazu


Der OB-Wahlkampf in Baden-Baden kommt in die heiße Phase. Der heimliche „Kandidat der Herzen“ bleibt bei seinem kategorischen NEIN – aus Gründen!, ein neuer springt auf - viel wissen nicht von ihm, außer, dass er hier geboren ist. Nächsten Mittwoch, 11. Februar, wird der Wahlausschuss das endgültige Bewerberfeld vorstellen.

Wird dann jemand die Anforderungen erfüllen, die sich eine Gruppe in den sozialen Medien überlegt hat? Oder müssen wir Abstriche machen?

Hier gibt es Details dazu:

 


 

Stadtgeschehen: Helft dem Eulennest!

 

Baugrube vorm Eulennest

Helft dem Buchhändler!

 

Eine tiefe Baugrube direkt vor dem Eingang zur Buchhandlung, niemand kann rein, niemand kann raus, die Tür ist mit Spanplatten verbarrikadiert. Nur das Team des "Eulennests" darf durch einen kleinen Seiteneingang rein- und rausflattern, und das tun die Mitarbeiter eifrig, denn es gibt nur eine Möglichkeit, den Verdienstausfall einigermaßen zu kompensieren: Ausliefern, was das Zeug hält.

Bedeutet für uns Baden-Badener: Solidarisch sein und bestellen, auf Teufel komm raus!

Hier mein Bericht mit den nötigen Kontaktdaten:  

 




 

 

 


Aus dem Gemeinderat: Mündliche Vorträge

     

Mündliche Vorträge - 

und? Schwamm drüber?? 

 

Ist die Verwaltung überfordert? Soll der Gemeinderat „überfallen“ werden? Oder ist hier schlicht Bequemlichkeit im Spiel? Ich ärgere mich jedenfalls seit Jahren über die Unsitte, wenn auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzungen wichtigen Themen stehen, Experten dazu eingeladen werden und dann? „Mündlicher Vortrag“...

Wie sollen sich Stadträte auf das Thema vorbereiten und dem Redner fundierte Fragen stellen? Wie sollen Bürger, die ja nicht immer Zeit haben, den Sitzungen persönlich zu folgen, Einblick in diese Themen bekommen?

Diese „mündlichen“ Vorträge sind alles andere als mündlich, die schriftlichen Ausarbeitungen werden aber leider auch anschließend nicht ins öffentliche Informationssystem gespielt.

Hier ein paar Beispiele und meine Meinung dazu:

 




Dienstag, 3. Februar 2026

OB-Wahl 2026 - Heute: Die Stele

  

Ein „Wir in Baden-Baden“

und ein „Endlich“ zuviel

 

Am 8. März wählt Baden-Baden ein neues Stadtoberhaupt. Zehn Kandidaten gibt es derzeit wohl, einer hat bereits zurückgezogen, einer ist als Dauerbewerber in der ganzen Region bekannt und wird hier vernachlässigt. Bewerbungsschluss ist in einer Woche, am 10. Februar.

Weil unserer vorheriger Oberbürgermeister Dietmar Späth für einige Turbulenzen in der Stadt gesorgt hat, bevor er vorzeitig und dienstunfähig aus dem Amt schied, ist diese Wahl außerplanmäßig nötig und sorgt für einigen Termindruck, aber auch für eine große Sensibilität in der Bevölkerung, die nicht zu unterschätzen ist.

 

Zur Wahl stellen sich derzeit:

  • Stefan Hertweck (58), Unternehmer für mechatronische Systeme und Berater für Transformationsfragen, Haueneberstein, parteilos

  • Thomas Jung, 64, ehemaliger SWR3-Wellenchef, aus Baden-Baden, parteilos

  • Marius Pana, 48, Unternehmer (Tracking von Konsumerverhalten), Baden-Baden, vormals FDP, inzwischen parteilos

  • Jan Schmitt (30), Angestellter einer Aufzugsfirma, Muggensturm, JU, Aufnahmeantrag für die CDU

  • Lencke Wischhusen (40), laut Webseite derzeit Mutter und Hobbyköchin, vormals Fraktionsvorsitznede der FDP in der Bremischen Bürgerschaft und Expertin in der RTL-Show „Höhle der Löwen“, Kandidatin der CSU

  • Alexander Arpaschi, 55, Bundestagsabgeordneter, AfD

Für etwas Wirbel sorgte letzte Woche ein kleines Werbevideo der OB-Kandidatin der CDU, Lencke Wischhusen, das sie bei einer Feierstunde zur Wiederaufstellung eines jüdischen Denkmals aufnahm. Sehen Sie selbst:



Ich habe dieses Video auf Facebook und Instagram gepostet und dazu die Rückmeldung erhalten, dass die Hintergründe angeblich nachvollziehbar gewesen sein sollen. Dazu kann ich nur sagen: Es wäre gut gewesen, dies öffentlich zu kommunizieren. Wer sich in dieser Stadt für das Amt eines Oberbürgermeisters/in bewirbt, sollte alle Karten auf den Tisch legen und klar und transparent agieren. In diesem Punkt ist unsere Stadtgesellschaft inzwischen sehr empfindlich!

 

Hallo Baden-Baden! 

 

Ich persönlich werde in Zukunft das Stadtgeschehen genauer unter die Lupe nehmen und mein Format vom bisherigen schriftlichen Blog vermehrt auf kurze Videos verlegen und dabei auch mit meiner Meinung nicht hinterm Berg halten.

Warum mache ich das? Ich bin Journalistin mit Haut und Haaren, habe den Beruf von der Pike auf als Lokalredakteurin bei der Main-Post, einer Regionalzeitung in Würzburg, gelernt, bin also bestens mit Kommunalpolitik vertraut. Seit 25 Jahren wohne ich in Baden-Baden und habe auch, als ich noch Bücher schrieb, das Stadtgeschehen immer fest im Blick gehabt und habe – damals wenn möglich, heute regelmäßig – nahezu jede Gemeinderatssitzung von der Zuschauertribüne aus beobachtet. Meine Kenntnisse über das Stadtgeschehen münden nun in meinem neuen Format „Hallo Baden-Baden!“, denn Videos erscheinen mir mittlerweile zeitgemäßer zu sein als lange Texte. (Die es hier aber weiterhin geben wird, gerade bei Ausstellungseröffnungen etc!)

Sie können mir auf meinen öffentlichen accounts bei Instagram und Facebook sowie auf YouTube folgen.

Ich lasse die Videos aber auch weiterhin hier auf meinem gewohnten Blog Forum-Baden-Baden.de mitlaufen.


Dienstag, 27. Januar 2026

Oostalbrücke (1)

Langwierige Operation am 

offenen (Verkehrs-)Herzen 

 

Es wird eine langwierige Operation am offenen (Verkehrs-)Herzen der Stadt: Ab 2028 wird unser "Tausendfüßler", die Oostalbrücke der B 500, abgerissen und neu gebaut.

Gestern in der Gemeinderatssitzung gab es eine erste, leider wieder mal nur mündliche Vorstellung der Pläne durch Vertreter des Regierungspräsidiums und des Planungskonsortiums.



Hier ein paar Eckdaten: Ganz wichtig: Die Baumaßnahme ist Bundessache, sie kostet die Stadt also keinen Cent - es sei denn... aber dazu später.
Die Brücke stammt aus dem Jahr 1958
Sie ist rund 400 Meter lang und besteht - zum Glück! - aus zwei Teilstücken.
Sie ist in einem schlechten Zustand, wie auch schon erste Risse zeigen. Zustandszahl 3,3 von 4 (Zum Vergleich: Hindenburgplatz hatte 3,5)
Traglastindex 5 von 5, also katastrophal, und ein Neubau ist unumgänglich.
Die Baukosten werden derzeit auf 33 Millionen Euro geschätzt.
Bauzeit beträgt 54 Monate!!!
Allein die Planungszeit davor dauert stolze 40 Monate.
Die Planungen sollen Ende 2027 abgeschlossen sein, dann erfolgen die Ausschreibungen, und wenn alles gut läuft, kann der Baubeginn 2028 erfolgen.
Die Maßnahme wird mit den städtischen Bauvorhaben (Hindenburgplatz/Michaelstunnel) koordiniert.
Da die Brücke aus zwei eigenständigen Teilstücken mit je zwei Spuren besteht, wird erst die eine Fahrbahn abgerissen und neu gebaut, dann die andere.
Der Verkehr wird während der gesamten Maßnahme im einspurigen Gegenverkehr fließen - oder auch nicht. Staus sind zu Spitzenzeiten zu erwarten. Umleitungsstrecken sind schon angedacht: Schwarzwaldstraße, Rheinstraße, und für den Fernverkehr Steinbach oder Bühlertal (was sofort auf Protest aus dem Gemeinderat traf)
 
 

 
Der Radweg unter der Brücke soll nach Möglichkeit nicht tangiert werden.
Die direkten Anwohner unter oder dicht neben der Brücke werden bereits heute vorab in einer Versammlung informiert, sie sorgen sich vor allem um ihre Bausubstanz, bzw. wie sie im Notfall entschädigt werden, falls ihre Häuser wieder Erwarten eben doch durch Erschütterungen etc. Schaden nehmen. Dazu
Der Abriss soll Stück für Stück erfolgen, ein Traggerüst soll die Häuser vor evtl herabfallenden Teilen (die es aber nicht geben darf und soll) schützen, beim Abbruch der Pfeiler werden schützende Staubwänden errichtet. Es wird vorher und nachher Gutachten geben.
Es wird sich um einen 1:1 Ersatz-Neubau handeln, es wird also keine Verschlechterung geben, aber eben auch keine Verbesserung. Das bedeutet: Der bisher in Teilen fehlende Lärmschutz wird nicht vom Bund aufgestockt. Wenn die Stadt die neuen Wohngebäude direkt an der Brücke vor Lärm schützen will, müsste sie die erforderlichen Maßnahmen/Wände selber bezahlen. - Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, wenn ich den Widerstand von Stadtverwaltung und Gemeinderat richtig deute.
Also, das wird alles noch eine Weile dauern, aber es ist ja schon mal gut, dass so frühzeitig erste Infos herausgegeben wurden. Umfassende Information ist fester Bestandteil des Projekts und wird ernst genommen, es werden noch viele Flyer, Versammlungen und Gespräche folgen. 
 
Es gibt auch eine eigene Webseite dazu => Oostalbrücke
 
 
 
 
 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Das Burda-Museum 2026 und darüber hinaus

 

Nach dem Riesenerfolg von Liebermann

kommen Fotorealismus und viel Farbe

 

Eigentlich sollte gestern in der Medienkonferenz des Burda-Museum die Zukunft im Mittelpunkt stehen, nämlich; welche Ausstellungen werden dem „Impressionismus in Deutschland“ folgen?

 

Haben allen Grund zur Freude: Der künstlerische Direktor des Burda-Musums, Dr. Daniel Zamani (links), und der kaufmännische Direktor Florian Trott (rechts) 

Eigentlich! Aber dann holte der Erfolg die beiden Macher Florian Trott und Dr. Daniel Zamani ein, denn die Liebermann-Ausstellung sprengt alle Rekorde der letzten Jahre: Allein die Zahlen, die der kaufmännische Direktor, Florian Trott, verkündete, sprachen für sich: 135.000 Besucher im vergangenen Jahr, das ist eine Steigerung um 20 Prozent! Und in der derzeit laufenden Liebermann-Ausstellung erwartet man noch diese Woche den 70.000sten Besucher. 85.000 werden es vermutlich bis Ende der Laufzeit am 8. Februar sein.  

 


Und noch ein Superlativ: Zählte man bislang durchschnittlich 30 bis 40 Gruppenführungen pro Ausstellung, so wurde das Museum bei Liebermann regelrecht überrannt: 480 Gruppenführungen bis jetzt, also das Zehnfache! Und die Menschen streifen nicht flüchtig umher, sondern sie bleiben und genießen, zweieinhalb Stunden in der Regel, und nahezu jeder Individualbetrachter leiht sich den Audio-Guide aus, auch der Katalog geht reißend weg, vermutlich ist Anfang Februar nur noch ein kleiner Rest der zweiten Auflage verfügbar.

Das alleine hätte eigentlich schon eine Presse-, bzw. Medienkonferenz gerechtfertigt. Aber man konnte den Eindruck gewinnen, dass die Direktoren sich keineswegs auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen und Riesenapplaus erwarten, sondern kontinuierlich und mit extremer Begeisterung und Hingabe in die Zukunft sehen. Bis 2030 seien bereits alle Ausstellungs-Vorbereitungen getroffen und zum großen Teil bereits abgeschlossen, berichtete Schnellsprecher Zamani, und das entlockte ihm denn doch ein kleines, stolzes Lächeln.

Alles werde dem Profil des Hauses gerecht, verriet der künstlerische Direktor, Schwerpunkt wird wie gewohnt das 20. Jahrhundert sein, besonders auch die Frankreichliebe des Museumsgründers Frieder Burda, die Pariser Avantgarde und die New-York-School – die DNA des Hauses ist vorgezeichnet und wird auch weiterhin so beibehalten, versicherte Zamani, dessen Ehrgeiz es sein wird, aus dem Museum heraus deutliche Impulse für die Stadt und überregional zu setzen.

 


Im kleinen Verwaltungsraum des Museum, der gestern als Meetingpoint für die Presse fungierte, konnte man bereits einen Blick auf die Modelle werfen, an denen die Hängung für die Ausstellung von 2027 zu sehen war. „Europa im Pop-Fieber“ wird sie heißen und sich mit Werken von Erró bis Sigmar Polke beschäftigen, und dabei auch zahlreiche Werke aus dem museumseigenen Fundus zeigen.  

Aber das ist Zukunftsmusik. Erst einmal geht es ab 28. Februar 2026 mit dem Fotorealismus weiter, also quasi einem Wettstreit mit der Wirklichkeit. Ist das Fotografie, oder ist es ein Gemälde? Das werden sich die Besucher so manches Mal fragen, wenn sie die kommende Ausstellungen betreten. Banale Motive aus dem amerikanischen Alltagsleben werden zu sehen sein, und es ist auf den ersten und zweiten Blick nicht zu erkennen, dass es eben keine Fotografien sind. Neben zehn Werken aus dem Bestand Frieder Burda sind 95 weitere, zum Teil weltberühmte Werke aus 20 Sammlungen zusammengetragen worden, der Rahmen reicht von den 60er Jahren bis zu zeitgenössischer künstlerischer Praxis, einige Arbeiten wurden sogar extra für diese Ausstellung in Baden-Baden angefertigt. Autos, Stillleben, Figurendarstellung, Cadillacs, eingewickelte Lutscher (Candy paintings), Architektur, ein bunter Mix wird die Zuschauer begeistern. Das Mezzanine wird übrigens Karin Kneffel gewidmet werden, die Meisterschülerin von Gerhard Richter hat diesen Bereich persönlich kuratiert und wird die Hängung auch persönlich vornehmen. Dies nur als kleiner Appetitanreger, es wird zum Beginn der Ausstellung ganz sicher einen weiteren ausführlichen Bericht geben.  

 


Ab 15. August bis zum 10. Januar 2027 ist dann Fantasie, Staunen und sinnliches Erleben von Farbe Mittelpunkt einer Schau von Werken des international renommierten ungarnstämmigen Künstlers Simon Hantaï, der sich in seiner zweiten Heimat Paris vornehmlich mit den Werken von Jackson Pollock auseinandersetzte, aber die Farbe nicht auf am Boden liegende Leinwände tropfen ließ, sondern die Leinwand faltete und dann mit Öl-oder Acrylfarbe bedeckte. Monumentale Arbeiten sind dabei herausgekommen, 40 davon werden im Museum Frieder Burda gezeigt, und Zamani versprach ein intensives Erleben der bis zu fünf Meter großen Bilder, die sich perfekt in die weißen Räume des Richard-Maier-Baus einfügen werden und die eine regelrechte Sogwirkung auf die Betrachter ausüben werden: „Man will nah herangehen, bis man das Gefühl hat, die Farbe tropft auf einen drauf.“

Wir können uns also auf großartige Spektakel freuen, und besonders erfreulich ist, das das Burda-Museum bei all dem immer Blick behält, wo es sich befindet. Die Zusammenarbeit mit der Museumsmeile wird weiter intensiviert, die Stiftung werde sich auf weiterhin in Sachen Stadtmuseum engagieren, freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Kunsthalle und werde genau beobachten ,wie es mit dem LA8 weitergeht, das sich gerade in unruhigen Fahrwassern befinde, weil seine Zukunft als Welterbestätte unsicher sei. Auf jeden Fall soll es eine Wiederaufnahme des Museumsfestes geben, das dieses Jahr in Zusammenarbeit mit allen vier Häusern der Museumsmeile ein riesiger Erfolg war.

Das sind doch mal Aussichten für Baden-Baden, die wir alle gerne zur Kenntnis nehmen!

Mehr Informationen: =>   Webseite Museum Frieder Burda


Freitag, 19. Dezember 2025

Frohe Weihnachten

Fröhliche und vor allem

entspannnte Weihnachten!  

 

 


 

 

Liebe Besucher/innen des Forums Baden-Baden!

Ich wünsche Ihnen entspannte Feiertage! 

Ich habe es mir dieses Jahr einfach gemacht und mir endlich einen künstlichen Weihnachtsbaum gegönnt. Der nadelt nicht, ist leicht zu transportieren, unterscheidet sich mittlerweile kaum mehr von echten und lässt sich bequem verstauen. Der Aufbau allerdings hat mich an meine Grenzen gebracht, da muss man schon Mathe-Ass sein. Viel Vergnügen beim Abschauen und Mitleiden - und...  Lassen Sie sich nicht stressen. Niemand erwartet, dass Sie zu Weihnachten perfekt sind!