Würden mehr Schüler ins Theater gehen, wenn es für sie nur 5 Euro kosten würde? Diese Frage beschäftigte gestern den Kulturausschuss des Gemeinderats. Gegen die Stimmen der Grünen (die eine kostenlose Abgabe von Restkarten an Schüler, Studenten, Ausbildende und FSJler beantragt hatten) einigte man sich mit vielen Bedenken auf die probeweise Ausgabe eines 5-Euro-last-minute-Tickets auf freien Plätzen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn. Start 1. Januar, Wiedervorlage mit Auswertung im Juni 2027. Was meint ihr dazu? Ist ein Kannibalisierungs-Effekt zu befürchten? Könnte es als mangelhafte Wertschätzung gegenüber dem Ensemble ausgelegt werden? Oder ist es der richtige Schritt, um das Theater für junge Altersgruppen attraktiver zu machen? Liegt es wirklich am Preis (der für junge Leute ohnehin schon heute um 50 Prozent reduziert ist)? Ich persönlich halte den Zeitpunkt für verfrüht und hätte in der laufenden Spielzeit erst mal der Fantasie des neuen Intendanten vertraut.
Der "Fall" Gireaud: Ich habe Fragen zu den Fragen.
Ich habe vor vielen Jahren den damaligen Ortsvorsteher von Haueneberstein, Hans-Dieter Boos, interviewt. Er ist 2022 nach 27 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand gegangen. Hier mein Bericht von damals => Hans-Dieter Boos
Und hier der Fragenkatalog der Fraktion "SPD/Die Linke:
I. Auswahlkriterien und Anforderungsprofil
1. Welches konkrete Anforderungsprofil lag Stellenausschreibung
und
Auswahlverfahren zugrunde?
2. Welche fachlichen, persönlichen und beruflichen Kriterien
waren zwingende
Mindestvoraussetzungen?
3. Welche zusätzlichen Kriterien wurden gewichtet, insbesondere
Verwaltungs-
und Führungserfahrung, Kenntnisse der örtlichen Verhältnisse,
kommunalpolitische Erfahrung, Personalverantwortung, Haushalts-
und
Organisationskompetenz sowie verwaltungsrechtliche Kenntnisse?
4. Wie wurden die Kriterien gewichtet und anhand welcher
objektivierbaren
Maßstäbe bewertet?
5. Gab es einen für alle Bewerbenden einheitlichen
Kriterienkatalog oder eine
Bewertungsmatrix? Falls ja, bitten wir um Vorlage in
anonymisierter Form.
II. Vorauswahl der Bewerbungen
1. Wie viele Bewerbungen gingen auf die erste Ausschreibung und
wie viele auf
die weitere Ausschreibung ein?
2. Nach welchen Kriterien erfolgte die Vorauswahl, und welche
Personen oder
Stellen waren daran beteiligt?
3. Wie viele Bewerbende erfüllten aus Sicht der Verwaltung die
formellen
Mindestanforderungen?
4. Aus welchen Gründen wurden Bewerbende gegebenenfalls vor einer
Einladung
zu einem Auswahlgespräch nicht weiter berücksichtigt?
5. Welche Bewerbenden wurden zu Auswahlgesprächen eingeladen, und
anhand
welcher Kriterien wurde diese Auswahl getroffen?
6. Welche Bedeutung hatte einschlägige berufliche
Verwaltungserfahrung im
Verhältnis zu sonstigen beruflichen oder politischen Erfahrungen?
7. Wurde geprüft, ob Bewerbende mit kommunaler oder staatlicher
Wirbel um die Besetzung des Ortsvorsteher-Postens in Haueneberstein. Der Stadtrat der Grünen, Dr. Fabrice Gireaud, soll die Stelle bekommen. Ortschaftsrat und Gemeinderat werden demnächst darüber abstimmen, denn eine Auswahlkommission fand ihn am besten geeignet. Es gab hierfür eine Ausnahmeregelung durch das Innenministerium, so dass nicht, wie bisher zwingend, ein Beamter, sondern ein Tarifbeschäftigter gewählt werden kann. Was ja auch zum Bürokratieabbau beiträgt. Die Hintergründe.
Ich habe vor vielen Jahren den damaligen Ortsvorsteher von Haueneberstein, Hans-Dieter Boos, interviewt. Er ist 2022 nach 27 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand gegangen. Hier mein Bericht von damals => Hans-Dieter Boos
Alle Jahre wieder: Böllerverbot an Silvester - ja oder nein? Die Verwaltung der Stadt Baden-Baden hat eine klare Haltung dazu: Ja! ABER: Sie kann nicht. Was sie stattdessen versucht...
Das ging ja fix: Die Webseite der Stadt war nach nur ein paar Stunden wieder online. Dennoch - kleine Nachlese, und ein Blick in eine analoge Veranstaltung...
Und hier für alle Fälle vorsichtshalber die wichtigsten Telefonnummern und Mailadressen:
Die Telefonnummer der Zentrale: 07221-93-0
Bürgerbüro: 07221-931808
Zentrale Mail-Adresse: info@baden-baden.de
Wer Vor- und Nachnamen des zuständigen Sachbearbeiters kennt, könnte es evtl. auch direkt versuchen? Also: Vorname.Nachname@baden-baden.de (Aber ich übernehme keine Gewähr, ob die Mail ankommt)
Hier weitere, wichtige Telefonnummern und Mail-Adressen:
Mehrere - recht clevere - Störaktionen der Klimaaktivisten gegen den Kongress der Rückversicherer waren gestern Thema im Gemeinderat. OB Thomas Jung gelang es souverän, die Wogen mit Augenmaß zu glätten. Und: Es zeichnet sich eine Wende in Sachen Magnetberg ab.
Heute soll der Gemeinderat Baden-Baden eine sogenannte Patronatserklärung für das Klinikum Mittelbaden verlängern. Es geht um 26 Millionen Euro, die allerdings hoffentlich nie gebraucht werden.
Zur Verdeutlichung:
Eine Patronatserklärung über 26 Millionen Euro kann man sich vereinfacht wie eine finanzielle Rückendeckung der Gemeinde für das Klinikum vorstellen.
Der Gemeinderat verspricht damit, das Klinikum finanziell abzusichern. Bis Ende 2028 steht die Stadt mit bis zu maximal 26 Millionen Euro dafür ein, dass das Klinikum seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann, falls es das selbst nicht schafft. Das bedeutet:
Das Geld muss nicht sofort fließen. Die Erklärung ist zunächst eine Zusicherung, keine unmittelbare Zahlung von 26 Millionen Euro.
Die Stadt übernimmt aber ein finanzielles Risiko. Gerät das Klinikum in (noch mehr) finanzielle Schwierigkeiten, könnte die Stadt einspringen müssen.
Die Zusage ist zeitlich begrenzt. Sie gilt bis Ende 2028.