Die Wellen schlagen hoch. Das Automatenspiel, seit 1996 im Keller des Kurhauses Baden-Baden angesiedelt, soll gerade um 40 auf 184 Automaten erweitert werden. Dafür werden zwei Nebenzimmer im ehemaligen, zur Zeit leerstehenden Restaurantbereich geopfert, alles soll aufwändig umgebaut werden, mit neuer Treppe und eigenem Aufzug. Aber warum? Es ist nicht so, dass die Kellerräume ständig überfüllt wären, und schon jetzt spült das vorhandene Automatenspiel viel Geld in die Kassen der BKV und damit indirekt über die Spielbankabgabe nach Baden-Baden. Diese Fragen stellen wir Bürger uns zurzeit, denn irgendwie passen ja das elegante Spielcasino in unserem Kurhaus (Welterbe-Wahrzeichen) und eine Spielhölle wie in Las Vegas gar nicht zusammen, auch das Publikum ist unterschiedlich.
Leider ist alle Aufregung umsonst, weil die BKV und damit auch das Finanzministerium in Stuttgart bereits den Umbau beschlossen und begonnen hat - ohne es für nötig zu halten, der Öfefentlichkeit die Notwendigkeit nahezubringen. Ich habe mich im Automatenkeller umgesehen. Hier meine Meinung.
Was für ein Chaos in unserem Kurhaus - das allerdings nicht der Stadt Baden-Baden, sondern der BKV des Landes Baden-Württemberg gehört. Restaurant - seit Monaten geschlossen. Bel Etage - neuer Pächter ausgeschrieben, der nur nach Bilanzen bewertet werden soll. Und werden auch noch im Erdgeschoss des Welterbe-Kurhauses auch noch Spielautomaten aufgestellt...
Jetzt beginnen die kleinen Nickligkeiten (= kleinen Gemeinheiten/Sticheleien laut Duden) eines Wahlkampfes.
Da gibt es einen OB-Kandidaten, der sagt, er sei parteilos. Aber plötzlich taucht ein älteres Foto auf, das ihn zusammen mit Abgeordneten der CDU zeigt und dem Titel "willkommen in der CDU Baden-Württemberg". Große Aufregung, und der Kandidat muss sich erklären. Was soll er anders sagen, als dass er parteilos ist? Dass es aber ein Treffen mit CDU-Leuten in Stuttgart gegeben hat. Er ist Journalist - da gibt es bestimmt viele andere Fotos von ihm in Gesellschaft von... Und überhaupt, die CDU ist doch keine rechts- oder linksextreme Schmuddelpartei! Im Gegenteil: Wünscht sich Baden-Baden nicht jemanden, die oder der gute Kontakte nach Stuttgart hegt und pflegt? Dabei geht es immerhin um viel Geld für die Stadt...
Der OB-Wahlkampf in Baden-Baden kommt in
die heiße Phase. Der heimliche „Kandidat der Herzen“ bleibt bei
seinem kategorischen NEIN – aus Gründen!, ein neuer springt auf -
viel wissen nicht von ihm, außer, dass er hier geboren ist. Nächsten
Mittwoch, 11. Februar, wird der Wahlausschuss das endgültige
Bewerberfeld vorstellen.
Wird dann jemand die Anforderungen erfüllen, die sich eine Gruppe in den sozialen Medien
überlegt hat? Oder müssen wir Abstriche machen?
Eine
tiefe Baugrube direkt vor dem Eingang zur Buchhandlung, niemand kann
rein, niemand kann raus, die Tür ist mit Spanplatten
verbarrikadiert. Nur das Team des "Eulennests" darf durch einen kleinen Seiteneingang rein- und rausflattern, und das tun
die Mitarbeiter eifrig, denn es gibt nur eine Möglichkeit, den
Verdienstausfall einigermaßen zu kompensieren: Ausliefern, was das
Zeug hält.
Bedeutet
für uns Baden-Badener: Solidarisch sein und bestellen, auf Teufel
komm raus!
Ist
die Verwaltung überfordert? Soll der Gemeinderat „überfallen“
werden? Oder ist hier schlicht Bequemlichkeit im Spiel? Ich ärgere
mich jedenfalls seit Jahren über die Unsitte, wenn auf der
Tagesordnung der Gemeinderatssitzungen wichtigen Themen stehen,
Experten dazu eingeladen werden und dann? „Mündlicher Vortrag“...
Wie
sollen sich Stadträte auf das Thema vorbereiten und dem Redner
fundierte Fragen stellen? Wie sollen Bürger, die ja nicht immer Zeit
haben, den Sitzungen persönlich zu folgen, Einblick in diese Themen
bekommen?
Diese
„mündlichen“ Vorträge sind alles andere als mündlich, die
schriftlichen Ausarbeitungen werden aber leider auch anschließend
nicht ins öffentliche Informationssystem gespielt.
Am
8. März wählt Baden-Baden ein neues Stadtoberhaupt. Zehn Kandidaten
gibt es derzeit wohl, einer hat bereits zurückgezogen, einer ist als Dauerbewerber in der ganzen Region bekannt und wird hier vernachlässigt. Bewerbungsschluss ist in
einer Woche, am 10. Februar.
Weil
unserer vorheriger Oberbürgermeister Dietmar Späth für einige
Turbulenzen in der Stadt gesorgt hat, bevor er vorzeitig und
dienstunfähig aus dem Amt schied, ist diese Wahl außerplanmäßig
nötig und sorgt für einigen Termindruck, aber auch für eine große Sensibilität in der Bevölkerung, die nicht zu unterschätzen ist.
Zur
Wahl stellen sich derzeit:
Stefan
Hertweck (58), Unternehmer für mechatronische Systeme und Berater
für Transformationsfragen, Haueneberstein, parteilos
Thomas
Jung, 64, ehemaliger SWR3-Wellenchef, aus Baden-Baden, parteilos
Marius
Pana, 48, Unternehmer (Tracking von Konsumerverhalten), Baden-Baden,
vormals FDP, inzwischen parteilos
Jan
Schmitt (30), Angestellter einer Aufzugsfirma, Muggensturm, JU,
Aufnahmeantrag für die CDU
Lencke
Wischhusen (40), laut Webseite derzeit Mutter und Hobbyköchin,
vormals Fraktionsvorsitznede der FDP in der Bremischen Bürgerschaft
und Expertin in der RTL-Show „Höhle der Löwen“, Kandidatin der
CSU
Alexander
Arpaschi, 55, Bundestagsabgeordneter, AfD
Für etwas Wirbel sorgte letzte Woche ein kleines Werbevideo der OB-Kandidatin der CDU, Lencke Wischhusen, das sie bei einer Feierstunde zur
Wiederaufstellung eines jüdischen Denkmals aufnahm. Sehen Sie
selbst:
Ich
habe dieses Video auf Facebook und Instagram gepostet und dazu die
Rückmeldung erhalten, dass die Hintergründe angeblich
nachvollziehbar gewesen sein sollen. Dazu kann ich nur sagen: Es wäre
gut gewesen, dies öffentlich zu kommunizieren. Wer sich in dieser Stadt für
das Amt eines Oberbürgermeisters/in bewirbt, sollte alle Karten auf
den Tisch legen und klar und transparent agieren. In diesem Punkt ist
unsere Stadtgesellschaft inzwischen sehr empfindlich!
Hallo
Baden-Baden!
Ich
persönlich werde in Zukunft das Stadtgeschehen genauer unter die
Lupe nehmen und mein Format vom bisherigen schriftlichen Blog
vermehrt auf kurze Videos verlegen und dabei auch mit meiner Meinung nicht hinterm Berg halten.
Warum
mache ich das? Ich bin Journalistin mit Haut und Haaren, habe den
Beruf von der Pike auf als Lokalredakteurin bei der Main-Post, einer Regionalzeitung in
Würzburg, gelernt, bin also bestens mit Kommunalpolitik vertraut. Seit 25
Jahren wohne ich in Baden-Baden und habe auch, als ich noch Bücher
schrieb, das Stadtgeschehen immer fest im Blick gehabt und habe –
damals wenn möglich, heute regelmäßig – nahezu jede
Gemeinderatssitzung von der Zuschauertribüne aus beobachtet. Meine Kenntnisse über das Stadtgeschehen münden nun
in meinem neuen Format „Hallo Baden-Baden!“, denn Videos
erscheinen mir mittlerweile zeitgemäßer zu sein als lange Texte. (Die es hier
aber weiterhin geben wird, gerade bei Ausstellungseröffnungen etc!)
Sie
können mir auf meinen öffentlichen accounts bei Instagram und
Facebook sowie auf YouTube folgen.
Ich
lasse die Videos aber auch weiterhin hier auf meinem gewohnten Blog
Forum-Baden-Baden.de mitlaufen.