Das Trinkwasser in Baden-Baden wird ab 1. Juni um mehr als 18 Prozent teurer. Der Kubikmeter kostet dann statt 2,84 Euro stolze 3,21 Euro. (Na gut - ein Kubikmeter sind tausend Liter, man rechne das mal auf Mineralwasserflaschen aus dem Supermarkt um...) Wie es zu dieser happigen Erhöhung kam und was getan wird, um unser Trinkwasser sauber zu halten:
Was passiert in Sachen Zentralklinikum? Für heute um 17 Uhr ist eine Pressekonferenz zum Thema anberaumt - im Anschluss an eine gemeinsame Krisensitzung der Gemeinderäte aus Baden-Baden und der Kreisräte aus Rastatt. Stellt die Strukturreform des Bundes das Projekt komplett infrage oder gibt es "nur" Auswirkungen auf seine Größe? Muss die Standortfrage neu gestellt werden? Die Hintergründe.
(P.S.: Natürlich gab es in Gaggenau KEIN Krankenhaus)
UPDATE! Ich fühle mich veräppelt. Laut Liveticker der bnn wurde in der Pressekonferenz die Lage als dramatisch bezeichnet (ab nächstes Jahr Fehlbetrag von 27 Millionen Euro, betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen), aber Genaues wurde nicht gesagt, jetzt seien erst mal die Gremien dran. Wenigstens scheint der Standort nicht zur Disposition zu stehen.
Mit Sorge lese ich gerade, dass es offenbar zurzeit vermehrt Übergriffe auf Autos mit ukrainischen Kennzeichen in der Stadt gibt.
Das Programm der Aktion "Bus der Habseligkeiten" bietet, finde ich, eine gute Plattform, derartige Taten mit Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu beantworten. Zum Beispiel kommenden Samstag bei einem Simultan-Dame-Spiel. Alexander Bleicher, ein Meister im Damespiel, stellt sich von 15 bis 17 Uhr am Stadtmuseum der Herausforderung!
In Baden-Baden gibt es übrigens aktuell 1800 Menschen, die seit 2022 vor dem Angriffskrieg in der Ukraine geflohen sind. Unterstützung erfahren sie zumeist von den postsowjetischen Spätaussiedlern und jüdischen Kontingendflüchtlingen, die in den 1990er Jahren nach Baden-Baden kamen und inzwischen zehn Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die Zahlen habe ich aus dem Booklet, das bei der Aktion "Museum to go - Bus der Habseligkeiten" verteilt wird. Es lohnt sich, einen Blick hineinzuwerfen, denn es schildert nicht nur Einzelschicksale der Geflüchteten und Zuwanderer, sondern gibt auch Auskunft über die Historie, die 1763 begann, als Zarin Katharina II mit Religionsfreiheit, Selbstverwaltung und Befreiung vom Kriegsdienst warb und so im 18. und 19 Jahrhundert mehr als 100 000 Deutsche nach Russland lockte.
Das sieht nicht gut aus für Baden-Baden! Wie der Spiegel heute online vorab berichtet, gibt es ein neues Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft. Dabei wurden alle 400 Kreise und kreisfreien Städten zu ihrer Entwicklung und ihrem Wohlstand untersucht. Wo stehen sie, wie haben sie sich entwickelt? Der Landkreis München glänzt auf Platz 1, Suhl ist Schlusslicht. Und Baden-Baden? Hat sich bei beiden Positionen (Niveau und Dynamik) gravierend verschlechtert. Ich habe mir die Zahlen angesehen - und wundere mich in diesem Zusammenhang über eine Personalie in der Stadtverwaltung.
Die Kreuzstraße war gestern Themenschwerpunkt des "Tags der Städtebauförderung" Baden-Baden. Ich habe vorab ein Video über den jämmerlichen Ist-Zustand mit Stimmungsbild der Bevölkerung gemacht - und mich anschließend eines (etwas) Besseren belehren lassen. Diese gefühlt ewige Baustelle ist gar nicht so ewig gewesen, und Ende Juni ist auch schon Schluss damit, und dann wird die Straße ein Schmuckstück werden - jedenfalls der Teil, der mit Füßen getreten wird. Hoffentlich kommen auch die Geschäfte zurück. Zum Hindenburgplatz gab es auch Neuigkeiten.
Geheimtipp: Die botanischen Gartenführungen in Baden-Baden. Die nächste findet am kommenden Mittwoch, 13. Mai, statt. Treffpunkt 16 Uhr, Trinkhalle. Kostenlos. Man wandert über den Michaelsberg mit der Rhododendronblüte bis hoch zur Stourza-Kapelle, die besichtigt wird. Einmalig!
Ich habe vor zwei Jahren hier auf diesem Blog bereits darüber berichtet. Der Link zum Nachlesen
Das ist etwas ganz Besonderes: Am Montag, 11. Mai, um 15 Uhr wird vor dem Stadtmuseum Baden-Baden der "Bus der Habseligkeiten" eröffnet, ein "Museum to go". In einem ausrangierten Bus der Stadtwerke werden zahlreiche Erinnerungsstücke präsentiert, die ab den 1990er Jahren zunächst die Spätaussiedler aus postsowjetischer Zeit und jüdische Kontingentflüchtlinge, als auch in neuerer Zeit die urkrainischen Kriegsflüchtinge auf ihren beschwerlichen Weg in die neue Heimat Baden-Baden mitgenommen haben. Anhand dieser "Habseligeiten" - von der Kaffeetasse über Plüschtier, Bücher bis hin zu Schal und alten Lederflaschen zeugen diese Gegenstände auch vom Mut dieser Menschen. Geschichte wird greifbar, Erinnerungen auch innerhalb der eigenen Familie geweckt. Der Bus wird bis zum 27. Mai an verschiedenen Orten in Baden-Baden und im Landkreis halten und hautnah zu erleben sein. Ein großes Begleitprogramm vertieft diesen Geschichtsunterricht zum Anfassen noch. Näheres auch auf der Webseite des Stadtmuseums.