Millionengrab
Kurhaus Baden-Baden. Die Zeichen stehen auf Sturm.
Eine erste Ausschreibung für die Verpachtung der Prunksäle
brachte keinen einzigen Bewerber, und nun will das Ministerium in Stuttgart binnen
zwei Wochen eine zweite Ausschreibung durchpeitschen - diesmal inklusive
Kurhausrestaurant Hectors. Kann sich so schnell Widerstand formieren?
Ab sofort zeigt die Staatliche Kunsthalle die Ausstellung "Katharina Wulff - Arabesken in Arabesken". Die Ausstellung geht bis 10. Mai 2026. Ich habe mir die Werke vorab angesehen und bin sehr angetan. Die schwierige Zeit der Kunsthalle Baden-Baden scheint endlich überwunden zu sein!
Jetzt ist es amtlich: Der Gemeindewahlausschuss hat gestern festgestellt: Acht Kandidaten sind zur Wahl des Oberbürgermeisters von Baden-Baden zugelassen. 14 waren es ingesamt, einige haben freiwillig zurückgezogen, andere wurden wegen fehlender bzw. fehlerhafter Unterstützerunterschriften nicht zugelassen. Und es gab noch einen Überraschungskandidaten.
Gestern kamen erstmals die vier aussichtsreichsten Bewerber auf den Posten des Oberbürgermeisters für Baden-Baden zusammen. Die FBB hatte spontan eine Befragung organisiert und in einem Hauruck-Verfahren den Löwensaal organisiert. Hat sich gelohnt, über 250 Leute kamen. Die Kandidaten Lencke Wischhusen, Alexander Arpaschi, Thomas Jung und Stefan Hertweck standen zwei Stunden lang Rede und Antwort. Hier meine Analyse.
Hallo Baden-Baden! Heute eine kleine Analyse eines Artikels im Badischen Tagblatt zum Thema Klinikum. Allein im letzten Jahr hat das Klinikum Mittelbaden 23 Millionen Euro Verlust gemacht. 40 Prozent davon gehen vertragsbedingt zulasten der Stadt Baden-Baden. Also werden nun Standorte aufgegeben und verkauft. Außerdem gibt es ein Einsparpotenzial von 11 Millionen Euro, sechs davon im Personalbereich. Entlassungen soll es aber nicht geben.
Zehn Kandidaten haben sich nun also im Rennen um den Oberbürgermeistenposten in Baden-Baden beworben. Absolut keiner kann einschlägige Erfahrungen vorweisen. Drei von ihnen sind bereits sehr aktiv und im Stadtgeschehen präsent, und werden ebreits hoch gehandelt. Die sieben weiteren habe ich mir heute mal näher angeguckt und frage mich wirklich, wie man auf die Idee kommen kann, sich für so ein vranwortungsvolles Amt zu bewerben...
Die Wellen schlagen hoch. Das Automatenspiel, seit 1996 im Keller des Kurhauses Baden-Baden angesiedelt, soll gerade um 40 auf 184 Automaten erweitert werden. Dafür werden zwei Nebenzimmer im ehemaligen, zur Zeit leerstehenden Restaurantbereich geopfert, alles soll aufwändig umgebaut werden, mit neuer Treppe und eigenem Aufzug. Aber warum? Es ist nicht so, dass die Kellerräume ständig überfüllt wären, und schon jetzt spült das vorhandene Automatenspiel viel Geld in die Kassen der BKV und damit indirekt über die Spielbankabgabe nach Baden-Baden. Diese Fragen stellen wir Bürger uns zurzeit, denn irgendwie passen ja das elegante Spielcasino in unserem Kurhaus (Welterbe-Wahrzeichen) und eine Spielhölle wie in Las Vegas gar nicht zusammen, auch das Publikum ist unterschiedlich.
Leider ist alle Aufregung umsonst, weil die BKV und damit auch das Finanzministerium in Stuttgart bereits den Umbau beschlossen und begonnen hat - ohne es für nötig zu halten, der Öfefentlichkeit die Notwendigkeit nahezubringen. Ich habe mich im Automatenkeller umgesehen. Hier meine Meinung.