Angespannte Haushaltslage in Baden-Baden: Museum streicht Sonderausstellungen, im Archiv ist kein Regalmeter Platz mehr, aber eine neue Feuertreppe muss gebaut werden. Aus den Jahresberichten der beiden Institutionen, die am Donnerstag dem sogennnten "Hauptausschuss" vorgestellt werden.
Öffentlicher Nahverkehr in Baden-Baden ist mein heutiges Thema. Ab 1. Mai gibt es einen neuen Bus-Fahrplan. Zwar kehrt die Tallinie 201 zum 10-Minuten-Takt zurück, aber ansonsten - kann und muss nachgebessert werden. Sagt Verkehrsplaner Uwe Lurtz. Ich stelle seine Überlegungen zum Thema Anbindung an den Zugverkehr, Christkindelsmarkt, Busse für Wanderer und Radfahrer, Frühfahrten, Nachtbusse sowie zur Kundenfreundlichkeit und Transparenz vor und frage mich, warum der Stadtrat diesen Experten nicht mal zu Rate zieht.
Die Busse erreichen den Bahnhof genau in der Minute, in der die Züge abfahren, für Krankenhauspersonal, das seine Schicht um 6 Uhr beginnt, kommen die Busse zu spät, Wandergebiete werden nicht erschlossen, beim Christkindelsmarkt könnten mehr und häufigere Busse auf einer eigenen Busspur das Umsteigen attraktiver machen und vieles mehr....
Die Frage stellt sich: Plant man vielleicht am Bedarf vorbei? Müssen die Stadtwerke wirklich für die Busse zuständig sein oder könnte man eine Ausschreibung machen? Warum hakt der Gemeinderat nicht detaillierter nach? Hat die Stadtverwaltung ein Konzept? Warum werden Ankündigungen und Änderungen nur mündlich und alternativlos vorgelegt? Und so weiter....
Unerhört! Jetzt mischt sich die BKV in Stuttgart schon in die Beflaggung im Baden-Badener Kurpark ein! Früher zeigten diese sehr vielfältig und kunterbunt an, aus welchen zwölf Ländern die meisten internationalen Gäste in der Stadt weilten, heute hängt plötzlich Tristesse an den Masten: Je viermal die Fahnen von Deutschland, Baden-Württemberg und Europa. Fertig. "Von oben angeordnet", ohne mit der Stadt Baden-Baden zu komunizieren.
Warum bei allem Ärger aber auch Fingerspitzengefühl nötig ist, erkläre ich hier.
(sorry, heute ohne Untertitel und mit holprigen Übergängen)
Bestes Eis kommt seit gestern aus Berlin direkt in die Kurhauskolonnaden von Baden-Baden. Da haben wir Glück gehabt, und ich wünsche den neuen Betreibern ganz viel Erfolg! Ich sehe allerdings das Auschreibungsverfahren der BKV - auch im Hinblick auf die künftige Kurhausgastroniomie - kritisch.
Schon seit letztem Jahr bekommt die Pferdekutsche in Baden-Baden keinen städtischen Zuschuss mehr; zwei Pferde mussten bereits verkauft werden. Wie Sabrina Möller ums wirtschaftliche Überleben ihres Lebenstraums - und um ein Aushängeschild unserer Stadt - kämpft.
Pferde sind einfach ihr Leben, schon ihr Opa war Landwirt und züchtete Pferde, da ist es kein Wunder, dass Sabrina Möller mit 14 ihr erstes eigenes Pferd hatte, und die Leidenschaft sie seitdem nicht mehr losließ. Seit 2015 ist sie hauptberuflich im Pferdekutschen-Geschäft in Baden-Baden und damit ein Aushängeschild der Stadt. Allerdings ist dies ein Verlustgeschäft, auch der Hof, den das Forstamt ihr am Ende des Gunzenbachtals verpachtet hat, braucht eigentlich dringend bauliche Veränderungen, die aber im Außenbereich offenbar schwierig durchzuführen sind.
Jetzt versucht Frau Möller, sich mit Online-Trainings-Kursen für Pferdebesitzer ein zweites Standbein aufzubauen.
(Die Pferde werden übrigens mustergültig gehalten.
Heute war ich unterwegs mit dem Gemeindevollzugsdienst. Der kommt ja aus dem Knöllchenschreiben gar nicht raus. Aber es handelt sich hier um die kleinen Dinge des Lebens, wie Hund ohne Leine in der Allee! Pfui!!!!
17 Bedienstete arbeiten im Gemeindevollzugsdienst, sie laufen in der Innenstadt regelmäßig und im Schichtdienst Doppelstreife, und zwar täglich von 8 bis 21 Uhr, an Wochenenden sogar bis 23.30 Uhr.
Im Großen und Ganzen ist unsere Stadt sicher - auch in Sachen "Bettlerbanden". Früher, so habe ich gelernt, war alles schlimmer.
Der Kongress der Rückversicherer ist für Baden-Baden die erfolgreichste und größte Veranstaltung. Seit 1978 kommen die Teilnehmer jeden Oktober nach Baden-Baden, dieses Jahr werden es knapp 3.500 sein. Seit zwei Jahren gibt es allerdings großen Unmut über die Preisgestaltung der Hotels und der Gastronomie, denn die Zimmerpreise wuchsen teilweise in der unteren Kategorie von 200 Euro pro Übernachtung auf 2.000 Euro an. Die Rückversicherer wollen das nicht länger hinnehmen und tragen sich mit dem Gedanken abzuwandern, wenn sich das nicht ändert. Das wäre eine Katastrophe für die Stadt, denn Touristikchefin Nora Waggershauser rechnet mit einer Wertschöpfung von 8 bis 9 Millionen Euro, die allein aus dieser Veranstaltung Baden-Baden zu Gute kommen.. Viele Handlungsmöglichkeiten gibt es für Stadt und Touristik nicht, aber es gibt eine Idee...