Sonntag, 23. November 2025

Hindenburgplatz, 1. Phase (Kaiserbrücke)

 

Nach der Baustelle

ist vor der Baustelle

 

Das ging ja fix! Bald ist die erste Bauphase der Großbaustelle Hindenburgplatz abgeschlossen, und Baudezernent und erster Bürgermeister Alexander Wieland nahm dies zum Anlass, mehr als zwei Dutzend interessierte Bürger am Freitag in sonniger Eiseskälte auf den neuesten Stand zu bringen: Denn nach der Baustelle ist vor der Baustelle, und Nummer zwei wird es in punkto Zeit und Verkehrsführung in sich haben.

 

Hat gut lachen: Alexaner Wieland zum ersten Bauabschnitt Hindenburgplatz

Aber kurz zurück zur Kaiserbrücke, die seit Frühjahr für Umleitungen und Ungemach sorgte, aber eigentlich in relativ „kurzer“ Zeit von unten und oben erneuert wurde. Sie erhielt über den Sommer eine neue mittragende Stahlbetonplatte, und am Rande zur Wohnbebauung wurden sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert: Fernwärme, Glasfaser, Wasser, Strom, alles ist nun auf dem neuesten Stand und soll die nächsten 100 Jahre halten. Wenn jetzt noch das Wetter trocken bleibt, werden noch die letzten Restarbeiten erledigt und eine schützende Asphaltschicht aufgetragen, und dann kehrt hier erst mal (Weihnachts-)Ruhe ein.  

 

Vincenz Wienk-Borgert (links) und Alexaner Wieland erläutern den Bauplan

Ruhe nur für die Autofahrer, nicht aber für den Stab an städtischen Mitarbeitern, die nun alles andere als die Hände in den Schoss legen können. Chefplaner Vincenz Wienk-Borgert vom Tiefbauamt erläuterte, was als nächstes passiert, nämlich erst mal ...nichts. Jedenfalls nichts Offensichtliches. Ausschreibungen werden vorbereitet für den zweiten, weitaus schwierigen Teil der Großbaustelle. Denn der Hindenburgplatz besteht ja aus zwei Brücken, und nach der relativ unkomplizierten Kaiserbrücke kommt der große Brocken, die Luisenbrücke. 70 Meter ist sie lang, sie erstreckt sich also vom Absperrgitter der jetzigen Baustelle bis ganz nach hinten zu den Fahnenmasten Richtung Kurhaus, also bis zur Kreuzung Albrecht-Dürer-Straße. 

 



Da geht dann nichts mehr für die Autofahrer, und das auch noch für eine extrem lange Zeit: Bis Mitte 2028. Wenn alles gut geht! Aber dieses Zeitfenster ist mit vielen, auch wetterbedingte Fragezeichen behaftet. Das fängt schon mit dem Baubeginn an: Der Startschuss darf nämlich erst fallen, wenn die seltenen Wasserfledermäuse unter der Brücke herbstbedingt freiwillig ausgeflogen sind, also vielleicht ab September 2026. „Wir kommen dann in eine Winterbaustelle“, sagte Bürgermeister Wieland, und es war ihm anzusehen, dass er darüber nur minimal begeistert ist. 

 

Was im Plan grau eingezeichnet ist, wird später eine Asphaltdecke haben, der Rest des Platzes wird gepflastert

Was uns alle am meisten interessiert: Wie wird dann der Verkehr geführt?

Nun, bis August 2026 bleibt alles wie bisher, und danach – gute Nachricht!, kann man wieder wie gewohnt über die Lange Straße in die Fußgängerzone (und zur Kaufhaus-Garage Wagener) einfahren. Stadtauswärts ändert sich bis August 2026 auch erst mal nichts, danach geht es für ein Jahr über die Kaiserallee und den Leopoldsplatz, evtl. auch über die Kurhausgarage, stadtauswärts. Ganz wichtig: Es wird keine Vollsperrung geben.

Mit anderen Worten: Es wird machbar sein, und so waren auch die Gemüter der interessierten Bürger am Freitag nachmittag beruhigt. Zum Abschluss gab es sogar herzlichen Applaus für das Bemühen des Bauamtes.

Applaus also - und viel Optimismus, bitteschön: Hoffen wir, dass die Vorschusslorbeeren nicht auf der (Umleitungs-)Strecke bleiben!

Mehr zum Hindenburgplatz auf der städtischen Webseite => KLICK 

Und es gibt eine Mail-Adresse für Fragen:   hindenburgplatz@baden-baden.de